Tierpark Haag in Geldnöten

VON SABINE HUMMER
STADT HAAG / Das neue Tierschutzgesetz liegt derzeit den Entscheidungsträgern des Haager Tierparkes im Magen. Denn um die Tiere artgerecht halten zu können, ist es zwingend erforderlich, einige Gehege um teures Geld zu modernisieren und zu vergrößern. „Das betrifft vor allem die Raubtiergehege, aber auch die Paviananlage gehört zu den Sorgenkindern“, sagt Stadtamtsdirektor Gottfried Schwaiger.
Ohne finanzielle Hilfe des Landes sei der Umbau nicht bewältigbar. „Wir haben zwar noch von der Tierparkattraktivierungsaktion etwas Geld für Gehegeanpassungen übrig. Das reicht aber bei Weitem nicht“, bedauert Schwaiger. Derzeit läuft die Planung, ein Finanzierungsplan wird erstellt. Die beiden Löwengehege sollen zu einer Tigeranlage umfunktioniert werden. Die Löwen bekommen ein neues Areal, das mit einer Freilandzone ausgestattet wird. Alle Anlagen sollen etwas größer als die neuen Mindeststandards errichtet werden. „Das vom Nationalrat verabschiedete Tierschutzgesetz verursacht Kosten, die nicht vorhersehbar waren“, sagt Bürgermeister Josef Sturm. Vor allem in Zeiten, in denen die Gemeinden zum Sparen angehalten werden, kämen solche Investitionen ungelegen.
Andererseits sei die Stadtgemeinde bemüht, den Tierpark attraktiv zu halten und den Tieren ein bestmögliches Zuhause zu bieten. „Aus reinen Eintrittserlösen ist dieser Umbau aber nicht finanzierbar. Deshalb werden wir auch an das Land Niederösterreich mit der Bitte um Unterstützung herantreten.“
Aktualisiert (Donnerstag, den 26. Mai 2011 um 19:17 Uhr)


